Der erste Advent 2026 ist am Sonntag, 29. November 2026. Mit ihm beginnt die Adventszeit und zugleich das neue Kirchenjahr. Die weiteren Adventssonntage folgen am 6., 13. und 20. Dezember, Heiligabend fällt auf einen Donnerstag. Hier finden Sie alle Termine bis 2030, die einfache Regel, nach der sich das Datum jedes Jahr verschiebt, und die Geschichte hinter dem Adventskranz.
Der Advent beginnt immer an einem Sonntag und endet mit Weihnachten am 25. Dezember; der letzte Sonntag davor ist der vierte Advent. Deshalb liegt der erste Advent stets zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. 2026 fällt er auf den 29. November, die Adventszeit bis Heiligabend dauert damit 26 Tage. Der Nikolaustag am 6. Dezember ist 2026 zugleich der zweite Advent. Den Adventskranz erfand Johann Hinrich Wichern 1839 im Rauhen Haus in Hamburg – ursprünglich mit einer Kerze für jeden Tag, nicht nur für die Sonntage.
Wann ist der erste Advent 2026?
Der erste Adventssonntag 2026 ist der 29. November. Die vier Adventssonntage im Überblick:
- 1. Advent: Sonntag, 29. November 2026
- 2. Advent: Sonntag, 6. Dezember 2026 (zugleich Nikolaustag)
- 3. Advent: Sonntag, 13. Dezember 2026
- 4. Advent: Sonntag, 20. Dezember 2026
Heiligabend ist 2026 ein Donnerstag. Zählt man vom ersten Advent bis einschließlich 24. Dezember, umfasst die Adventszeit in diesem Jahr 26 Tage. Laut EKD gilt außerdem: „Das Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag.“ Der Ewigkeitssonntag ist damit der Sonntag eine Woche vor dem ersten Advent – 2026 der 22. November.
Die Advents-Termine sind nach der kirchlichen Regel berechnet (vierter Advent = letzter Sonntag vor dem 25. Dezember). Bräuche und Kerzenfarben unterscheiden sich regional und zwischen den Konfessionen. Die Sicherheitstipps stammen von der Berliner Feuerwehr. Stand: Oktober 2026.
Warum verschiebt sich der erste Advent jedes Jahr?
Die Regel ist einfach: Der Advent „beginnt immer mit einem Sonntag, endet aber an einem festen Datum, nämlich mit Weihnachten am 25. Dezember. Der letzte Sonntag vor Weihnachten ist der vierte Adventssonntag“, erklärt das Erzbistum München und Freising. Vom vierten Advent aus zählt man drei Wochen zurück und landet beim ersten. Daraus folgt: „Der Beginn mit dem ersten Advent liegt dabei jeweils zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember.“
Weil der Wochentag von Heiligabend jedes Jahr wechselt, schwankt auch die Länge der Adventszeit. Laut katholisch.de kann der Advent „maximal 28 Tage dauern, mindestens 22, denn manchmal fallen Heiligabend und der vierte Advent auf denselben Sonntag“. Genau das passiert 2028: Dann ist der 24. Dezember zugleich vierter Advent.
Die folgende Tabelle zeigt die Adventssonntage der nächsten fünf Jahre. Die Daten sind nach der oben beschriebenen Regel berechnet; die letzte Spalte nennt die Tage vom ersten Advent bis einschließlich Heiligabend – so viele Kerzen hätte ein Adventskranz nach dem Vorbild von Wichern.
| Jahr | 1. Advent | 2. Advent | 3. Advent | 4. Advent | Tage bis Heiligabend |
|---|---|---|---|---|---|
| 2026 | 29. November | 6. Dezember | 13. Dezember | 20. Dezember | 26 |
| 2027 | 28. November | 5. Dezember | 12. Dezember | 19. Dezember | 27 |
| 2028 | 3. Dezember | 10. Dezember | 17. Dezember | 24. Dezember | 22 |
| 2029 | 2. Dezember | 9. Dezember | 16. Dezember | 23. Dezember | 23 |
| 2030 | 1. Dezember | 8. Dezember | 15. Dezember | 22. Dezember | 24 |
Was bedeutet Advent – und wofür stehen die vier Sonntage?
Der Name „kommt vom lateinischen »adventus«, was mit »Ankunft« übersetzt wird“ (Erzbistum München und Freising). Gemeint ist die Ankunft Jesu Christi, auf deren Fest sich Christen vorbereiten. Die EKD beschreibt den doppelten Charakter des Wartens: auf Weihnachten und auf die erhoffte Wiederkehr Jesu „am Ende der Zeiten“.
Jeder Sonntag hat ein eigenes Thema. Laut EKD steht der 1. Advent für den Einzug Jesu in Jerusalem, der 2. für die Wiederkunft Christi, der 3. für Johannes den Täufer und der 4. für Maria. „An jedem Sonntag wird eine weitere Kerze auf dem Adventskranz entzündet.“
Violett und Rosa: die Farben des Advents
Die liturgische Farbe ist Violett, nach EKD die Farbe der Bußzeiten „vor Ostern (Fastenzeit) und Weihnachten (Advent)“. Eine Ausnahme ist der dritte Advent, genannt „Gaudete“ – „Freut Euch!“: „Statt Violett, wie zu den anderen Adventssonntagen, ist die liturgische Farbe Rosa vorgesehen.“ Daher stammen Adventskränze mit drei violetten und einer rosa Kerze, die laut katholisch.de in Deutschland vermehrt zu sehen sind.
Der originale Wichern-Kranz ist nicht nur in Hamburg zu sehen: Laut Diakonie schmückt seit 2008 – dem 200. Geburtstag Wicherns – ein Wichern-Adventskranz die Lobby des Deutschen Bundestages. 2023 trug er 22 Kerzen, 18 kleine rote und vier große weiße, bei etwa 2,30 Metern Durchmesser. Wer ein Wochenende in Hamburg oder Berlin plant, kann den Besuch gut mit einem Bummel über die Weihnachtsmärkte verbinden.
Woher kommt der Adventskranz?
Erfunden hat ihn der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern. Laut der Agentur des Rauhen Hauses „fertigte er 1839 aus einem Wagenrad und Kerzen den ersten Adventskranz der Welt“, um den Kindern im Rauhen Haus die Wartezeit bis Heiligabend zu veranschaulichen. Der Kranz hatte eine Kerze für jeden Tag: „Vier große weiße Kerzen symbolisierten die Adventssonntage und kleinere rote Kerzen die Tage dazwischen.“
Je nach Jahr konnte der Wichern-Kranz zwischen 22 und 28 Kerzen tragen. 1839 waren es laut NDR 24 – „20 kleine rote und vier dicke weiße Kerzen“. Ein Kranz nach diesem Vorbild hätte 2026 also 26 Kerzen: vier weiße und 22 rote. Erst um 1860 kam Tannengrün hinzu, und 1925 soll erstmals ein Kranz in einer katholischen Kirche in Köln gehangen haben. Die heutige Form mit vier Kerzen setzte sich durch, weil der große Wichern-Kranz für Wohnzimmer zu ausladend war.
Wer im Advent in Hamburg ist, kann das Original-Format sehen: Das Rauhe Haus schenkt der Stadt jedes Jahr zwei Kränze, „einer hängt im Hamburger Rathaus, der andere im Hamburger Michel“. Ideen für Ausflüge in der Vorweihnachtszeit finden Sie in unserem Überblick zu den Weihnachtsmärkten in Deutschland.
Termine und Bräuche im Advent 2026
- Sonntag, 22. November: Ewigkeitssonntag – letzter Sonntag des Kirchenjahres.
- Sonntag, 29. November: 1. Advent, Beginn des neuen Kirchenjahres; die erste Kerze wird angezündet.
- Freitag, 4. Dezember: Barbaratag. Nach altem Brauch schneidet man Kirschzweige und stellt sie ins Wasser, damit sie an Weihnachten blühen.
- Sonntag, 6. Dezember: Nikolaustag und 2. Advent zugleich.
- Sonntag, 13. Dezember: 3. Advent („Gaudete“).
- Sonntag, 20. Dezember: 4. Advent.
- Donnerstag, 24. Dezember: Heiligabend.
Zum Barbaratag schreibt katholisch.de: Eine Legende erzähle, dass die heilige Barbara im Gefängnis ihr Wasser mit einem kahlen Kirschzweig teilte, der an ihrem Todestag aufblühte; daher stamme der Brauch, „am Barbaratag, dem 4. Dezember, Kirschbaumzweige abzuschneiden“. Am 6. Dezember gedenken Christen laut katholisch.de des heiligen Bischofs von Myra. Und wer schon an den Jahreswechsel denkt: Unsere Tipps für einen Silvester-Kurztrip helfen bei der Planung.
Adventskranz sicher nutzen: Tipps der Feuerwehr
Wer einige Regeln im Umgang mit Wachskerzen und Adventskränzen beachtet, kann laut Berliner Feuerwehr „die Brandgefahr erheblich reduzieren“. Die wichtigsten Tipps:
- „Brennende Kerzen nie allein lassen – auch nicht nur eine Minute“.
- Kränze und Gestecke ohne elektrische Lichtdekoration mit einem Blumensprüher besprühen – das „verzögert das Austrocknen“.
- Trockene Zweige entfernen, denn sie „sind leicht entzündbar und verbrennen sehr schnell“.
- Für ausreichenden Abstand zu Vorhängen, Teppichen und Möbeln sorgen und eine feuerbeständige Unterlage verwenden.
- „Kerzen nie vollständig herunterbrennen lassen und frühzeitig neue Kerzen einsetzen“.
- Eine Löschmöglichkeit bereitstellen, etwa einen Wassereimer, eine Gießkanne oder eine Blumenspritze.
Lässt sich ein Brand nicht beim ersten Versuch löschen: Raum verlassen, Türen schließen und die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren. Möglichst sollten Sie laut Feuerwehr elektrische Kerzen und Lichter mit VDE-Zeichen verwenden.
Meine EinschätzungDie gängige Annahme lautet, die Adventszeit beginne mit dem 1. Dezember – schließlich hat der Adventskalender 24 Türchen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der Advent 2026 schon am 29. November startet und bis Heiligabend 26 Tage dauert. Mein Tipp: Kaufen oder binden Sie den Kranz am Wochenende vor dem 29. November, besprühen Sie das Grün regelmäßig und nutzen Sie bei Kindern oder Haustieren im Haushalt LED-Kerzen. Und wer den Brauch einmal anders erleben will, zählt die Tage wie Wichern – mit 26 Lichtern.
- Der erste Advent 2026 ist am Sonntag, 29. November; die weiteren Adventssonntage folgen am 6., 13. und 20. Dezember.
- Der vierte Advent ist immer der letzte Sonntag vor dem 25. Dezember – deshalb liegt der erste Advent zwischen 27. November und 3. Dezember.
- 2026 dauert die Adventszeit 26 Tage; 2028 fallen Heiligabend und vierter Advent zusammen.
- Mit dem ersten Advent beginnt das Kirchenjahr; die liturgische Farbe ist Violett, am dritten Advent Rosa.
- Den Adventskranz erfand Johann Hinrich Wichern 1839 in Hamburg – mit einer Kerze für jeden Tag bis Heiligabend.
Häufige Fragen zum ersten Advent 2026
Wann ist der erste Advent 2026?
Am Sonntag, 29. November 2026. Der zweite Advent ist am 6. Dezember, der dritte am 13. Dezember und der vierte am 20. Dezember 2026.
Warum ist der erste Advent nicht jedes Jahr am gleichen Tag?
Der vierte Advent ist immer der letzte Sonntag vor dem 25. Dezember, der erste liegt drei Wochen davor. Weil Weihnachten jedes Jahr auf einen anderen Wochentag fällt, liegt der erste Advent zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember.
Wie lange dauert die Adventszeit 2026?
Vom 29. November bis einschließlich Heiligabend sind es 26 Tage. Die Adventszeit kann je nach Jahr zwischen 22 und 28 Tage lang sein.
Wie viele Kerzen hatte der erste Adventskranz?
Der erste Adventskranz von Johann Hinrich Wichern hatte 1839 insgesamt 24 Kerzen: 20 kleine rote für die Werktage und vier dicke weiße für die Sonntage.
Quellen und weiterführende Literatur
Die Zahlen, Fristen und Rechtsangaben in diesem Beitrag stützen sich auf die folgenden Quellen (abgerufen im Oktober 2026).
- Kirchenjahr – Advent · erzbistum-muenchen.de · u. a.: „Der Beginn mit dem ersten Advent liegt dabei jeweils zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember“
- Advent ist im Dezember · ekd.de · u. a.: „An jedem Sonntag wird eine weitere Kerze auf dem Adventskranz entzündet“
- Feste feiern – Festzeiten im Kirchenjahr · ekd.de · u. a.: „Das Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag“
- Advent und Weihnachtszeit – Das müssen Sie wissen · katholisch.de · u. a.: „Statt Violett, wie zu den anderen Adventssonntagen, ist die liturgische Farbe Rosa vorgesehen“
- Rot, Lila oder Rosa – Welche Farbe haben die Kerzen am Adventskranz? · katholisch.de · u. a.: „meist drei violette und eine rosa Kerze“
- Weihnachtspflanzen und ihr Geheimnis · katholisch.de · u. a.: „am Barbaratag, dem 4. Dezember, Kirschbaumzweige abzuschneiden“
- Adventskranz wurde in Hamburg erfunden und hatte 24 Kerzen · ndr.de · u. a.: „Er hatte 20 kleine rote und vier dicke weiße Kerzen“
- Die Agentur seit 1842 – Geschichtliches · agentur-rauhes-haus.de · u. a.: „So fertigte er 1839 aus einem Wagenrad und Kerzen den ersten Adventskranz der Welt“
- Traditioneller Wichern-Adventskranz für den Bundestag · diakonie.de · u. a.: „Seit 2008 – dem 200. Geburtstag Wicherns“
- Vorweihnachtszeit – sichere Zeit! · berliner-feuerwehr.de · u. a.: „Brennende Kerzen nie allein lassen – auch nicht nur eine Minute“



